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Grosszügige Spende von Nemo an Queeramnesty

2024 hat Nemo mit «The Code» für die Schweiz den Eurovision Song Contest in Malmö gewonnen. 2025 trat der non-binäre Star an der Eurovision-Show in Basel erneut mit einem Song auf. Das Outfit dieses Auftritts wurde Anfang November am Secondhand Day auf Ricardo versteigert – den Erlös von 3514 Franken spendete Nemo an Queeramnesty.


Text: Ralf Kaminski


«Wir leben in einer Zeit, die für queere Menschen viele Herausforderungen bringt – in der Schweiz und weltweit», sagte Nemo gegenüber Queeramnesty. «Ich spende dieses Geld an Queeramnesty, weil ihr euch für die Sicherheit und die Nicht-Diskriminierung queerer Menschen überall einsetzt.»

 

3514 Franken kamen bei der Online-Auktion zusammen, die vom 29. Oktober bis 8. November dauerte und von derVerkaufsplattform Ricardo veranstaltet wurde. Dies geschah im Rahmen des nationalen Secondhand Days, der nun schon zum sechsten Mal stattfand, um die Schweizer Bevölkerung für nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren und ein Zeichen gegen den Massenkonsum und dessen Folgen zu setzen. Daran beteiligen sich jeweils Hunderte Online-Marktplätze, Secondhand-Shops, Flohmärkte und Brockenhäuser.


Ein Stück Schweizer ESC-Geschichte

Mit Nemo (26) bekam der Aktionstag dieses Jahr prominente Unterstützung. Das Outfit des Basler Auftritts ist ein einzigartiges ESC-Sammlerstück – ein körperbetontes Unikat mit 55'000 Swarovski-Kristallen, das speziell für diesen Anlass vom britischen Designer Beau Tiger Ray angefertigt wurde und nun inklusive roter Perücke versteigert wurde. «Dieses Outfit ist perfekt für die Aktion», sagte Nemo gegenüber den Medien. «Es ist Teil unseres ESC-Siegs und der Austragung hier in der Schweiz. Ich sehe darin ein Stück Geschichte, das wir damit geschrieben haben, und bin sehr stolz darauf. Ausserdem mag ich den Gedanken, dass etwas, was mir wichtig ist, weiterleben und jemand anderem etwas bedeuten kann.»



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Nemo beim Auftritt am Eurovision Song Contest in Basel 2025. (Foto: Eurovision)


Als non-binärer Star ist Nemo selbst immer wieder mal mit Hass konfrontiert. «Aber ich ignoriere das in der Regel, weil es nichts mit mir zu tun hat, sondern nur mit der anderen Person. Wenn es sehr heftig ist, melde ich es», erklärte Nemo gegenüber Queeramnesty. Zudem macht Nemo die Erfahrung, dass die Akzeptanz im persönlichen Umgang viel höher ist als zum Beispiel online, wo sich die Leute anonym äussern können und sich legitimierter fühlten, ihren Hass zum Ausdruck zu bringen. «Im direkten Umgang ist der Respekt automatisch höher, man versucht, sich gegenseitig zu verstehen und zu akzeptieren.»


Grosser Dank an Nemo und Ricardo!

Queeramnesty ist stolz und dankbar über Nemos grosszügige Spende für unsere wichtige, ehrenamtliche Arbeit im Bereich queerer Rechte. Unser Dank geht auch an Ricardo, die diese Auktion organisierten und uns sämtliche Gebühren erliessen, die normalerweise bei sowas fällig würden.


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Das Geld und die ungewohnt grosse mediale Aufmerksamkeit kommen für uns zur richtigen Zeit, denn queere Rechte stehen weltweit unter Druck – vermehrt auch wieder in der demokratischen westlichen Welt. Dem müssen wir uns entschieden entgegenstellen. Gleichzeitig erhalten wir unverändert zahlreiche Anfragen von queeren Geflüchteten, die sich im langwierigen Asylverfahren in der Schweiz befinden. Vielen von ihnen flohen aus Ländern Afrikas und des Nahen Ostens und bitten uns um Unterstützung. Nemos Spende ermöglicht es uns, unser Engagement in all diesen Bereichen zu verstärken. Ganz herzlichen Dank dafür an alle Beteiligte!


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