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Jetzt auf Deutsch: Yogyakarta-PLUS Neues Werkzeug für AktivistInnen Drucken E-Mail
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Jetzt auf Deutsch: Yogyakarta-PLUS - Neues Werkzeug für AktivistInnen

Herzlichen Dank nach Berlin an die Hirschfeld-Eddy-Stiftung für die Übersetzung und Bearbeitung des Handbuchs für AktivistInnen.

In der Indonsischen Stadt Yogyakarta [ausgesprochen tschog-tscha-karta] wurden im November 2006 diese Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität entwickelt. Sie bilden seit der Generalversammlung 2008 auch für Amnesty International Schweiz ein wichtige Grundlage für die Arbeit im LGBT-Bereich.

Newsletter der Hirschfeld-Eddy-Stiftung zu Yogyakarta-PLUS

Das Handbuch zu den Menschenrechten für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle in der internationalen Praxis. Argumente und Informationen auf 160 Seiten.
Wie können die Auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit die Menschenrechte von LGBTI konsequent mitdenken? Aus dem Inhalt:
  • Yogyakarta-Prinzipien im Kontext internationaler Menschenrechtsverträge
  • Anerkennung der Yogyakarta-Prinzipien in Deutschland und im übrigen Europa
  • Was bedeutet Nachhaltigkeit im Verfolgerstaat?
  • Menschenrechte als Bedingung der Entwicklungszusammenarbeit?
  • Was erwarten die Aktivistinnen und Aktivisten von den internationalen Gebern?
  • Intersexualität und Entwicklungszusammenarbeit
  • Statements aus dem Globalen Süden: Homosexualität ein westliches Konzept?
  • Internationale Fallbeispiele für die Anwendung der Yogyakarta-Prinzipien
Queeramnesty wird einige Exemplare für AktivistInnen zur Verfügung haben.
PDF-Download von Yogyakarta-PLUS (PDF, 80/160 S., 4.3 MB)

Kapitel einzelen herunterladen: Yogyakarta-PLUS-Seite der Hirschfeld-Eddy-Stiftung

MERS (Bezieht sich noch auf die Englische Version vom Oktober 2010):
Neues Werkzeug für Aktivisten/-innen im Bereich Rechte sexueller Minderheiten

LGBT-Motion an der Generalversammlung 2008 von Amnesty International Schweiz (Mai 2008)

Zur Englischen Version: Activist's Guide to the Yogyakarta-Principles (Okt 2010)

 
Muslime versus Schwule - konstruierter Gegensatz - Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001 Drucken E-Mail
Donnerstag, 08. September 2011
Buch und Debatte: Muslime versus Schwule - konstruierter Gegensatz - Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001
Präsentation des neuen Sammelbandes, herausgegeben von Koray Yılmaz-Günay.

Die Anschläge vom 11. September 2001 jähren sich nächste Woche zum zehnten Mal. Der nach diesen Attentaten einsetzende «Krieg gegen den Terror» hat die Weltordnung tiefgreifend verändert. Die Muslime sind als Feindbild einer westlichen Moderne in den Vordergrund gerückt. Die Rechte von Frauen und Homosexuellen haben in diesem Zug und durchaus im Zusammenhang damit eine beachtliche Aufwertung erhalten.
Während im «Westen» zumindest einzelne Erfolge sichtbar wurden, schien es um die sexuelle Selbstbestimmung in «muslimischen Ländern» und innerhalb muslimischer Migrant/innen-Gruppen schlecht bestellt zu sein. Frauen- und Homosexuellenfeindlichkeit dienten so auch als Legitimation für aussenpolitische, zum Teil militärische Interventionen und vor allem für rassistische Kampagnen im Inland («antimuslimischer Rassismus»).

Der Sammelband - mit Beiträgen von u.a. Hilal Sezgin (www), Jin Haritaworn (*), Georg Klauda (www), Zülfukar Cetin (*) und Esra Erdem (*) - blickt zurück auf die letzte Dekade und schaut auf die Überlappungen von feministischen und lesbisch-schwulen Debatten mit den Entwicklungen in der Mehrheitsgesellschaft. Er geht der Frage nach, ob/wie die relativen Erfolge der Frauen- und Homosexuellen-Emanzipation unter anderem durch rassistische Rückschritte erkauft wurden.

Koray Yılmaz-Günay (Hg.): Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre «Muslime versus Schwule. Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001» (212 Seiten, broschiert).

Einladung zur Buchpräsentation: Donnerstag, 8. September 2011, 10:30 – 11:30 Uhr,
Café Kotti, Adalbertstraße 96, U-Bhf. Kottbusser Tor.

Herausgeber: Koray Yılmaz-Günay

Inhalt: Inhaltsverzeichnis und AutorInnen (PDF, 6 S, 210kB)

Rezension von Antje Schrupp:
"Tändeleien, Romanzen und Umwerbungen finden bei den Franzosen nur mit Frauen statt"
... Homophobie, also die moralische Ablehnung sexueller Beziehungen unter Menschen desselben Geschlechts (vor allem unter Männern) ist – zumindest in der Form, wie wir sie kennen – eine Erscheinung, die wesentlich zur westlich-abendländischen Kultur gehört. Trotzdem ist im Zuge der zunehmenden Islamfeindlichkeit nach den Anschlägen vom 11. September vor allem der Islam in den Ruch der Homophobie gekommen. ...

Angebot: Das Buch kann bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. bestellt werden (ca 10 Franken).

Vergleiche auch:
 
Tagungsband Menschenrechte, Gerichte und Demokratie Drucken E-Mail
Freitag, 05. August 2011
Tagungsband: Menschenrechte, Gerichte und Demokratie

Gerichte als Vormund der Demokratie?

An einer vom Europarat initiierten Tagung diskutierten Rechtstheoretiker, Politologen, Juristen und ein Soziologe über die Aufteilung der Kompetenzen zwischen parlamentarischen und gerichtlichen Instanzen bei der Ausformulierung und Weiterentwicklung von Grund- und Menschenrechten. Die fünfzehn Beiträge, denen eine resümierende und kontroverse Diskussionspunkte analysierende Einführung von Gret Haller vorangestellt ist, sind in einem handlichen Band erschienen.

Gerade auch für die Rechte von LGBT ist die Frage der Verordnung von oben (resp. durch Gerichte) versus Erkämpfen von unten immer wieder von Bedeutung.

Gret Haller, Klaus Günther, Ulfried Neumann (Hg.): Menschenrechte und Volkssouveränität in Europa. Gerichte als Vormund der Demokratie? Campus-Verlag, Frankfurt 2011. 312 S., Fr. 50.- / EUR 34.-.

Buchbesprechung in der NZZ von 5. Aug. 2011: Menschenrechte, Gerichte und Demokratie.

 
Activist's Guide to the Yogyakarta-Principles - Neues Werkzeug für AktivistInnen Drucken E-Mail
Dienstag, 02. November 2010
Activist's Guide to the Yogyakarta-Principles - Neues Werkzeug für AktivistInnen

In der Indonsischen Stadt Yogyakarta [ausgesprochen tschog-tscha-karta] wurden im November 2006 diese Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität entwickelt. Sie bilden seit der Generalversammlung 2008 auch für Amnesty International Schweiz ein wichtige Grundlage für die Arbeit im LGBT-Bereich.

Nun stellte ARC, mit Sitz in Genf, an der ILGA-Konferenz in Den Haag ein 200-seitiges Handbuch zur konkreten Umsetzung vor:
An Activist’s Guide to The Yogyakarta Principles (Englisch, PDF, 75 Seiten, 2.5 MB)
Internaktiv: The Principles in Action.

MERS: Neues Werkzeug für Aktivisten/-innen im Bereich Rechte sexueller Minderheiten

Europa-ILGA-Konferenz Den Haag
LGBT-Motion an der Generalversammlung 2008 von Amnesty International Schweiz (Mai 2008)

 
HIVOS Publikation: Urgency Required - Gay and Lesbian Rights are Human Rights Drucken E-Mail
Dienstag, 27. April 2010
HIVOS (NL) Publikation: Urgency Required - Gay and Lesbian Rights are Human Rights

Dringlichkeit verlangt! Titelbild des Buches. Foto © Sabelo Mlangeni

Das niederländische Humanist Institute for Cooperation with Developing Countries (Hivos), gibt auf 298 Seiten über 50 AutorInnen Raum, um die Situation der Menscherechte von Lesben und Schwulen umfassend auszubreiten und Stragien zu diskutieren.
Der von Ireen Dubel und André Hielkema herausgegebene und nun auf Englisch erschienene Band (Lektorat: Niala Maharaj) spannt den Bogen von der einstigen und heutigen Situation in den Niederlanden, über verstehende Konzepte, zu einer weltweiten Betrachtung Kontinent zu Kontinent und dann zu den Strategien des moralischen Imperativs: Gleichheit, gleiche Rechte.

Ein "easy reader", eine Gute-Nacht-Lektüre, ist und kann es nicht sein. Doch die oft nur 3 bis 6 Seiten langen Artikel können einzeln gelesen und verstanden werden.

Online lesen: Urgency Required - Gay and Lesbian Rights are Human Rights (PDF, 5 GB, 298 Seiten, Englisch)

Webseite: HIVOS - Urgency Required (Englisch)

Siehe auch: Weltweite Übersicht staatlich geschützter / geförderter Homophobie (Mai 2010)

 
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