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Sonntag, 25. April 2010 |
Generalversammlung 2010: Verlangt Klärung des Engagement für Intersexuelle
Die Generalversammlung von Amnesty International Schweiz 2010 nahm eintimmig eine Motion von Queeramnesty an, welche die Klärung des Engagement für Intersexuelle (Hermaphroditen, Zwitter) und das Ausarbeiten einer differenzierten Position zum Thema Intersexualität und Menschenrechte verlangt.
Motion zu Intersexualität, Amnesty Generalversammlung 2010 (PDF, 90 kB)
Intersex sind Personen, die mit uneindeutigen oder zweideutigen Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommen.
Heute noch werden Babies ohne medizinische Notwenigkeit zu Mädchen oder Knaben umoperiert. Dies stellt klar eine Verletzung der köperlichen Integrität, der körperlichen Unversehrtheit und der geschlechtlichen Selbstbestimmung dar.
Vergleiche: Schweiz: Genitalverstümmelung - Initiative für Intersex von Amnesty (15. Aug. 2009)
humanrights.ch:
Intersexuelle Menschen fordern Recht auf Selbstbestimmung (mit Links).
Wikipedia zu:
Intersexualität (kontroverser Beitrag).
LSVD mit:
Informationen zu Intersexualität, mit wertvollen Links
und mit
Beschluss 2009.
Kanton Basel-Stadt:
Antwort des Regierungsrates auf Anfrage von Martina Saner betreffend kosmetische Genitaloperationen bei
Kindern mit uneindeutigen, körperlichen Geschlechtsmerkmalen (13. April 2010, PDF, 55 kB).
Quelle:
Grossrat BS, 10.5018
Kanton Bern:
Interpellation von Margreth Schär SP-JUSO und Corinne Schärer, Grüne (17. März 2010, PDF, 50 kB).
Quelle:
Der Grosse Rat BE, 052/2010, JGK
Die Hintergründe für die Leiden von Intersex sind in erster Linie im herrschenden Zwang zur Zweigeschlechtigkeit zu suchen: Verhalten oder gar Körper, welche nicht in dieses Muster passen, weden ablehnt.
Zum Begriff der Heteronormativität vergleiche etwa:
Pollak-Tagung in Linz (2006)
und
Studienband Heteronormativität und Homosexualitäten (2008).
Intersex sind weniger sichtbar als etwa Transsexuelle und werden deshalb auch weniger wahrgenommen. Auf organisatorischer Ebene gibt es Intersex Personen, welche die Zusammenarbeit mit Lesben, Schwulen und Transgender kritisch gegenüber stehen, Vereinnahmung befürchten.
Andere hingegen engagieren sich bewusst in der LGBTI-Bewegung, verstehen sich in einem queeren Zusammenhang.
Auf Initiative von MERSI Hamburg setzt sich auch die deutsche Sektion von Amnesty International für eine klare Positionierung ein.
Mehr von MERSI-Amnesty Deutschland.
WoZ, 13. Mai 2010, S. 21-23:
Intersexualität - «Ich bin kein ewiges Kind:
"Heute zieht er es vor, ausserhalb der Geschlechter zu leben."
NZZ, 1. Sep. 2010, S. 60:
Die Rolle des Geschlechts im Sport, aber kein Wort zu Intersex.
Vor der Generalversammlung fand in den Strassen von Freiburg
ein Radio-Ballett mit mehr als Hundert Teilnehmenden statt. In Zusammenarbeit mit Radio Freiburg wurde symbolisch auf Diskriminierung im Alltag hingewiesen - dem Schwerpunktthema der diesjährigen Versammlung.
Medienmitteilung zur Amnesty Generalversammlung 2010
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Freitag, 23. April 2010 |
Irak: Umfassender Amnesty-Menschrechtsreport zu ethnischen Minderheiten, Frauen und Schwulen
Ergänzt 11. Juni 2010:
Petition an den Irakischen Präsidenten
Titelbild des erwähnten Reports: Zivilisten unter Beschuss
Themen sind:
-Ziel der Menschenrechtsaktivitäten,
-Gewalt gegen religöse und ethnische Minderheiten,
-Gewalt gegen Frauen und Mädchen,
-Angriffe auf Schwule,
-Umgesiedelte Völker
Iraq Report: Civilians under Fire (PDF, 28 Seiten, Englisch, 635 kB, AI-Index: MDE 14/002/2010, April 2010).
Homosexuelle im Irak extrem gefährdet
Homosexuelle im Irak extrem gefährdet
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Donnerstag, 22. April 2010 |
Philippinen: LGBT-Partei zu den Wahlen zugelassen. Amnesty begrüsst Entscheid des Obersten Gerichts in Manila
Die Wahlen auf den Pihilippinen am 8. Mai 2010 erstmals mit Beteiligung de LGBT-Partei Ang Ladlad (Coming Out).
Amnesty International begrüsst den Entscheid des Obersten Gericht vom 8. April, die Partei zu den Wahlen zuzulassen.
Medienmitteilung von Amnesty International:
Philippine court overturns ban on gay political party (Englisch)
Vergleiche:
Philipinen: Gesetzesrevision zum Schutz vor Diskriminierung (November 2006).
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Samstag, 17. April 2010 |
Lörrach: CSD Südwest 2010 im Gedenken an den Paragraphen 175
habs und Queeramnesty gemeinsam an CSD Südwest. Hinter dem LSVD-Banner unser Stand.
Der zweite CSD in Lörrach stand im Zeichen der Geschichte: Erst vor 16 Jahren wurde der § 175 in (West-)Deutschland abgeschafft. Diese Bezugnahme, die Rede von William Bill Schäfer (Historiker und Mitglied der Rosa Hilfe Freiburg) und der Auftritt des heute 97-jährigen schwulen - und immer noch charmanten - KZ-Überlebenden Rudolf Brazda zeigte deutlich, dass Rechte für Lesben und Schwule keinewegs selbstverständlich sind, sondern erkämpft und verteidigt werden müssen.
CSD SÜDWEST 2010 in Lörrach: "In Gedenken an § 175 - Liebe ohne (Vor-)Urteil!".
habs - homosexuelle arbeitsgruppen basel.
LSVD - Lesben- und Schwulenverband Deutschlands.
Über Rudolf Brazda, KZ-Ueberlebender:
Video, 15. März 2010:
Rudolf erzählt von seinem Leben (35 min, Rosa Hilfe Freiburg)
NZZ 5. Juni 2009:
Rudolf Brazda: Der 96-jährige Überlebende ist Ehrengast an der Euro-Pride
Têtu, 16 décembre 2008:
Rudolf Brazda: Le dernier "triangle rose" se confie à "Têtu"
TAZ, 28. Juni 2008:
Christopher Street Day - Späte Freude am Mahnmal
Wikipedia:
Rudolf Brazda
Unterschriften für:
Türkei: Dringender Aufruf gegen hartes Durchgreifen gegen LGBT-Gruppen zu stoppen
Litauen (Lithuania): Baltic Pride 2010 akut gefährdet
Medien:
Badische, 8. April 2010:
Christoper Street Day: Nicht nur schrill und bunt
Suedkurier, 8. April 2010:
Schrill, bunt und noch viel mehr
Badische, 18. April 2010:
Christoper Street Day in Lörrach - Für einen Platz in der Mitte
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Mittwoch, 14. April 2010 |
Italien: Verfassungsgericht anerkennt gleichgeschlechtliche Ehe nicht
Die Zivilstandsämter Italiens verweigern schwulen und lesbischen Paaren das Heiraten.
Vor dem Verfassungsgericht in Rom klagten nun mehrere Paare aus verschiedeen Regionen Italiens, da nirgends festgeschrieben sei, dass es zum Heiraten zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts bedürfe.
Das Verfassungsgericht schmetterte diese Klagen nun ab.
Italien ist somit weiterhin eines der wenigen Ländern (West-)Europas, in welchem gleichgeschlechtliche Paare rechtlos bleiben.
NZZ, 15.4.2010:
Italien anerkennt homosexuelle Paare nicht (PNG, 60 kB)
Dito als PDF (120 kB)
Arcigay: VOGLIAMO IL MATRIMONIO CIVILE (Italienisch)
Arcilesbica (Italienisch)
Vergleiche auch (Sep. 2009):
Italien: Besorgniserregende Zunahme homophober Gewalt
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