| Honduras: Immer noch keine Aufklärung des Mordes an LGBT-Aktivist Walter Tróchez |
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| Montag, 13. Dezember 2010 | ||||
Honduras: Immer noch keine Aufklärung des Mordes an LGBT-Aktivist Walter Tróchez
Zum Jahrestag der Ermordung besuchte das "Queere Bündnis Walter Tróchez" die Botschaft Honduras in Berlin, um endlich Aufklärung zu verlangen. Foto © Denise Redder.
Am 13. Dezember 2009 wurde der Aktivist Walter Tróchez in Tegucigalpa ermordet, nachdem er sechs Monate lang Menschenrechtsverletzungen dokumentierte. Amnesty International verlangt seither eine umfassende Aufklärung des Verbrechens. Diese blieb bislang aus.
Foto © Denise Redder.
Eine Gruppe mit dem Namen *Queeres Bündnis Walter Tróchez" protestierte vor und in der Botschaft von Honduras gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. Mit der Übergabe eines Trauerkranzes wurde an die Ermordung des Menschenrechtsaktivisten Walter Tróchez vor einem Jahr erinnert. Pressemitteilung: Protestaktion in Honduranischer Botschaft (Deutsch). Vor einem Jahr verlangte Amnesty International von Honduras eine umfassende Untersuchung: Honduras: Mord an Schwulenaktivisten Walter Tróchez (Dez. 2009). Mehr Hintergrund Medienmitteilung Deutsch - Comunicado de prensa español - Hintergrund - Bilder der Aktion Protestaktion in Honduranischer Botschaft - Berlin,13.12.2010 (Queeres Bündnis Walter Tróchez) Berlin. Eine Gruppe mit dem Namen „Queeres Bündnis Walter Tróchez“ hat, am Montag, den 13.12., in der Botschaft von Honduras gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in dem zentralamerikanischen Land protestiert. Mit der Übergabe eines Trauerkranzes wurde an die Ermordung des Menschenrechtsaktivisten Walter Tróchez vor einem Jahr erinnert. Der 27 Jahre alte Aktivist, der sich unter anderem für die Rechte von HIV-Positiven und Transgender-Personen einsetzte, war am 13. Dezember letzten Jahres in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa erschossen worden. Der Mord an Tróchez und Dutzenden weiteren honduranischen Bürger/innen wurde in Folge des Putschs vom 28. Juni 2009 verübt. Bis heute hat es keine Untersuchung der Morde gegeben, die Täter wurden nicht bestraft. In einem offenen Brief an den honduranischen Botschafter forderte die Gruppe ein Ende der staatlichen Verfolgung und eine Aufarbeitung der Verbrechen. Dies war bereits am 6.Dezember vom Lateinamerika-Beauftragten der US-Regierung, Arturo Valenzuela, bei einem Besuch in Honduras gefordert worden.Medienmitteilung Deutsch - Comunicado de prensa español - Hintergrund - Bilder der Aktion Protesta en embajada hondureña en Alemania 13 de diciembre 2010 Berlin Berlín. Un grupo de activistas convocados por la „Alianza Queer Walter Tróchez“ ha protestado hoy, lunes 13 de diciembre, en la embajada hondureña en Alemania contra las continuadas violaciones de Derechos Humanos en Honduras. A través de la entrega de una corona de luto conmemoraron el asesinato al defensor de los derechos humanos, Walter Tróchez, ocurrido hace un año. El activista de 27 años, que luchó junto a otros por los derechos de las personas VIH positivos y transgénero, fue baleado en Tegucigalpa el día 13 de diciembre del año pasado. El asesinato de Tróchez, así como de docenas de otros/as ciudadanos/as hondureños/as más, se cometieron a raíz del golpe de estado del 28 de junio del 2009. Hasta hoy ni se investigaron los crímenes ni se castigaron a los perpetradores. En una carta abierta al embajador de Honduras en Alemania, el grupo exigió fin a la persecución estatal, así como una investigación eficiente de los crímenes de lesa humanidad, cometidos no sólo durante el Golpe de estado, sino también durante el gobierno de Porfirio Lobo Sosa.Medienmitteilung Deutsch - Comunicado de prensa español - Hintergrund - Bilder der Aktion Hintergrundsinformationen Der demokratisch gewählte Präsident von Honduras, José Manuel Zelaya Rosales, wurde am 28. Juni 2009 von einer durch das Militär unterstützten Gruppe von PolitikerInnen gestürzt, die vom ehemaligen Vorsitzenden des Nationalkongresses, Roberto Micheletti, angeführt wurde. Seitdem kommt es überall im Land zu Unruhen mit häufigen Zusammenstößen zwischen der Polizei, dem Militär und Demonstrierenden. Örtliche Quellen berichten, dass seit dem 28. Juni mindestens zehn Menschen unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen sind. Vor allem MenschenrechtlerInnen sind seit dem Putsch stark gefährdet. So wurde am 13. Dezember der Menschenrechtsaktivist Walter Tróchez auf dem Nachhauseweg im Zentrum von Tegucigalpa von Schüssen getroffen, die von einem vorbeifahrenden Wagen heraus auf ihn abgefeuert worden waren. Er starb später im Krankenhaus. Möglicherweise liegt das Motiv für den Anschlag auf Walter Tróchez in seinem menschenrechtlichen Engagement begründet.Medienmitteilung Deutsch - Comunicado de prensa español - Hintergrund - Bilder der Aktion Bilder der Aktion Queeres Bündnis Walter Tróchez vom 13. Dezember 2010 vor der Honduranischen Botschaft in Berlin Fotos © Denise Redder
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