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Samstag, 08. August 2009 |
Samstag, 8. August 2009, Solidaritätsdemo in Tel Aviv, Unterstützung weltweit:
Mahnwache gegen homphobe Gewalttaten in Tel Aviv (und Kopenhagen)
Opfer des Überfalls vom 1. August 2009 auf das lesbisch-schwule Gemeinschaftszentrum in Tel Aviv, bei welchen zwei Leute sofort gtötet wurden. © Israel Channel 10 TV.
Pink Cross
und weitere Organisationen und Gruppen rufen zur Unterstützung der Mahnwache auf.
"Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt den Betroffenen, Angehörigen und Freunden, sowie den lesbischschwulen Gemeinschaften in Israel, die sich derzeit in Angst und Verunsicherung befinden. Wir
werden Kerzen anzünden und schweigend der Opfer dieses schrecklichen Überfalls gedenken", so Uwe Splittdorf, PINKCROSS-Geschäftstleiter.
Wie vielerorts berichtet, erschoss eine vermummte Person am Samstag Abend (1. August) zwei Menschen im Zentrum der der Gay and Lesbian Association (AGUDA, Infos auf Deutsch) in Tel Aviv. Man geht von einem Hassverbrechen gegen die lesbischwule Gemeinschaft aus.
Bei den Outgames in Kopenhagen wurde ein Mann durch einen Sprengkörper verletzt. Es ist bereits der zweite homophob motivierte Angriff auf die LGBT-Sportveranstaltung. Der zum Glück nur leicht an der Hand verletzte Mann konnte das Spital wieder verlassen.
Medienberichte:
Zürich: Homosexuelle gedenken der Opfer des Anschlages von Tel Aviv (sda, 08.08.2009, 20:24, in erstaunlich vielen Online Medien)
Mahnwache am Turbinenplatz in Zürich.
Etwas abseits von der lauten Street Parade hat die Schwulen- und Lesbenorganisation Pink Cross in Zürich eine Mahnwache abgehalten. Rund 40 Personen gedachten der Opfer des Anschlages von Tel Aviv.
Auf dem Turbinenplatz zündeten die Teilnehmer Kerzen an und hielten eine Schweigeminute ab. Sie wollten so ihrem Mitgefühl und ihrer Solidarität mit den Opfern Ausdruck verleihen, wie Uwe Splittdorf, Geschäftsleider von Pink Cross, sagte. Man denke aber auch an die homosexuellen Gemeinschaften in Israel, die sich derzeit in Angst und Verunsicherung befänden.
Bei einem Angriff am 1. August waren drei Menschen getötet und mindestens zehn weitere verletzt worden. Ein maskierter Mann feuerte mit einer Schnellfeuerwaffe auf junge Schwule und Lesben, die vor dem Eingang eines Jugendzentrums standen.
Laut Zeugen versuchte der Angreifer zudem, eine nahegelegene Schwulenbar zu attackieren. Wachposten hätten ihm jedoch den Zutritt verwehrt. Der Täter konnte entkommen. Die Polizei geht von einem Hass-Anschlag gegen die Schwulenszene aus.
Tel Aviv: Tausende Israeli bekunden Solidarität mit Homosexuellen (afp, dpa ,sda, 8.8.2009)
Reaktion auf Anschlag vor einer Woche in Tel Aviv
Solidarität-Kundgebung in Tel Aviv. ©dpa.
In Tel Aviv haben sich am Abend Zehntausende zu einer Demonstration versammelt, um ihre Solidarität mit den Homosexuellen auszudrücken. Die Kundgebung ist eine Reaktion auf den blutigen Angriff vor einer Woche.
(sda/afp) Eine Woche nach dem Anschlag auf ein Homosexuellen-Zentrum in Tel Aviv mit zwei Toten haben am Samstag Zehntausende von Israeli ihre Solidarität mit der schwul-lesbischen Gemeinde des Landes bekundet.
Zu einer Kundgebung auf dem Jizchak-Rabin-Platz im Stadtzentrum versammelten sich am Abend mehr als 20'000 Menschen. Eine Regenbogenfahne wurde ausgebreitet, das Symbol der Homosexuellen. Israels Präsident Shimon Peres sollte eine Rede halten, auch Erziehungsminister Gideon Saar nahm an der Demonstration teil.
Am Samstag vor einer Woche war ein maskierter Mann in das Zentrum für junge Homosexuelle eingedrungen und hatte mit einer Schnellfeuerwaffe geschossen. Eine 17-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann wurden getötet, 15 weitere Personen teilweise schwer verletzt.
Der Täter ist flüchtig, sein Motiv noch unklar. Die Polizei schliesst neben Hass auf Schwule und Lesben auch persönliche Rache als Motiv nicht aus. Obwohl Homosexuelle in Israel im Allgemeinen toleriert werden, sind vor allem Schwule oftmals Anfeindungen von ultraorthodoxen Juden ausgesetzt.
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