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Transidentitäten Berlin 2005 - Situation von Trassexuellen in der Türkei Drucken E-Mail
Sonntag, 23. Oktober 2005

GLADT-BB e.V. - Gays & Lesbians aus der Türkei Berlin-Brandenburg e.V.

Die Situation von Transsexuellen in der Türkei

In der Türkei hat es in den vergangenen Monaten eine gezielte Medienkampagne gegen das Auftreten von Transsexuellen an öffentlichen Orten gegeben. Seit etwa einem Jahr finden seitens staatlicher Sicherheitskräfte verschärfte Maßnahmen gegen Transsexuelle statt. Sie werden aufgegriffen und unter dem Vorwand exhibitionistischen Verhaltens und Verstoßes gegen sittliches Benehmen zu hohen Geldstrafen verurteilet. Mehrfach kam es dabei auch zu gewalttätigen Übergriffen seitens der Polizei.

Immer wieder sind Transsexuelle, die aufgrund ihrer Identität keine andere Arbeit finden außer in der Prostitution, Attacken von Freiern bzw. homo- und transphoben Personen ausgesetzt. Da diese Verbrechen von der Polizei und Justiz kaum verfolgt werden, kann man nahezu von Straffreiheit für Täter sprechen.

Am Dienstag, den 17. Mai 2005 wurde in Istanbul die 34 Jahre alte Petek nachts um 2:30 Uhr vor ihrer Haustür in Besiktas durch drei Messerstiche ermordet. Petek hatte an einer renommierten Universität das englische Medizinstudium absolviert. Nach ihrer Entscheidung, ihre Transsexualität offen zu leben, war es ihr jedoch nicht möglich, ihren Beruf weiter auszuüben. Sie arbeitete seither als Prostituierte.

Die Organisation Lambda Istanbul unterstützt Transsexuelle bei ihren Gerichtsverfahren. Zu dem Mord an Petek wurde geäussert: "Aufgrund der anderen an Transvestiten begangenen Verbrechen glauben wir nicht, dass der Mord an Petek ein Zufall war."

In Zusammenarbeit mit amnesty international und dem Frauenrechtsbüro Berlin bereitete GLADT e.V. die Veranstaltungen zum Thema "Transidentität in der Türkei" vor.

Quelle: gladt - Gays & Lesbians aus der Türkei

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