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Sphère Zürich: Amnesty Littéraire mit Yusuf Yesilöz, Lesung 10. Nov. 2009 Drucken E-Mail
Dienstag, 10. November 2009
Sphère, Zürich: Amnesty Littéraire - Lesung mit Yusuf Yesilöz

Eine Veranstaltung der Amnesty Frauengruppen Zürich.

Yusuf Yesilöz - kurdisch-schweizerischer Schriftsteller und Filmer Yusuf Yesilöz - kurdisch-schweizerischer Schriftsteller und Filmer.

Yusuf Yesilöz liest aus seinem Roman "Gegen die Flut" am
10. November 2009 um 20 Uhr im
Sphère, Hardturmstrasse 66, Zürich

Nach der Lesung soll in lockerer Form diskutiert werden. Themen gibt es wahrhaftig viele: Schreiben und Leben in der Fremde; Tradition versus Moderne; Künstler(in) sein in der westlichen Welt; Migration und Heimat...
Neben einem gemischten Podium sollen auch Sie, liebe Besucherinnen und Besucher sich an unserem Gespräch beteiligen, zögern Sie nicht, Ihren Beitrag zu einer spannenden Diskussion zu leisten.
"in Aktion" - Amnesty Frauengruppe Zürich, Direktlink zum: Flyer der Lesung

Mehr:


Yusuf Yesilöz - Gegen die Flut

Cover "Flut", Limmatverlag

Yusuf Yesilöz wurde 1964 in Konya Cihanbeli Gölyazi, einem kurdischen Dorf in Mittelanatolien, als drittes Kind einer Familie geboren. Im November 1987 reiste Yusuf Yesilöz in die Schweiz ein. Seit 1994 überersetzt er kurdischer Literatur ins Deutsche und gibt Titel im im Eigenverlag Ararat heraus. Von 1992-1995 leitete er eine eigene Buchhandlung in St. Gallen. Seit 1995 übt er eine Teilzeit-Tätigkeit als Übersetzer für die Sprachen Kurdisch, Türkisch und Deutsch. Yusuf Yesilöz, der im Dezember 1995 er die schweizerischen Staatsbürgerschaft erhielt, war von 2001-2003 Kolumnist bei der Kulturbeilage des Tagesanzeiger (Züritipp).

Gegen die Flut: Seit ihrem vierzehnten Lebensjahr sehen Alan und Meryem, die heute um die vierzig sind, ihre Welt, ihre Umgebung, ja sogar ihre eigenen Hände wie durch einen Schleier. Die Vergangenheit liegt als schwere Last auf ihren Schultern. Der Kurde Alan wurde gezwungen, eine der sieben Töchter seiner Tante zu heiraten. Meryem sollte ihrer türkischen Familie in der Fremde zu Ansehen verhelfen. Wenn sie jedoch versuchen, die Kultur ihrer Eltern zu vergessen, werden sie eingeholt von Normen und Traditionen, die sie längst überwunden glaubten. Für Alan gerät die Welt total aus den Fugen, als er feststellt, dass seine Frau eine kurze Affäre mit einem anderen Mann hatte. Verschwunden ist die Grosszügigkeit, die er in all den Jahren zu entwickeln versucht hat, zurück bleibt eine tiefe Verletzung, die er als Mann nicht überwinden kann. Yusuf Yesilöz erzählt die Geschichte von Alan und Meryem in melancholischem Ton, leise, ohne Anklage und mit grosser Kenntnis der verschiedenen Welten, in denen sich die Personen bewegen. Dass Alan behutsam eine Annäherung an seine Tochter aus erster Ehe gelingt, öffnet den Weg in die Zukunft.

Lesung am 10. Nov. 2009 im Sphère:
Flyer der Lesung
eine Veranstaltung der Amnesty International Frauengruppe, Zürich,