Home Berichte Publikationen Studienband Heteronormativität und Homosexualitäten 2008
Studienband Heteronormativität und Homosexualitäten 2008 Drucken E-Mail
Mittwoch, 05. August 2009
Im Anschluss an die Pollak-Tagung in Linz (2006) erscheint nun
der Studienband Heteronormativität und Homosexualitäten
Hrg von Rainer Bartel et al, Studienverlag, 2008, EUR 14.90 / CHF 27.50.

Studienband Heteronormativität und Homosexualitäten, Hrg von Rainer Bartel, Ilona Horwath, Waltraud Kannonier-Finster, Maria Mesner, Erik Pfefferkorn, Meinrad Ziegler. Studienverlag Innsbruck/Wien GmbH, Reihe transblick, Band: 3, 160 Seiten, kartoniert,  ISBN: 9783706545297, EUR  14.90 / CHF 27.50. Heteronormativität ist ein äußerst wirksames soziales Konzept. Es strukturiert die soziale Wirklichkeit auf zwei Ebenen:

Erstens teilt es die Menschen in zwei - vorgeblich - körperlich und sozial eindeutig voneinander unterschiedene Geschlechter und stellt dadurch eine Ordnung im Hinblick auf Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen her. Zugleich werden alle anderen, nichtheterosexuellen Formen des Lebens und Begehrens ausgrenzt.
Zweitens wird dadurch Heterosexualität als umfassendes gesellschaftliches Ordnungssystem etabliert, welches das Zusammenleben der Menschen auch jenseits der Sexualität strukturiert. Die Beiträge in diesem Band stehen in kritischer Auseinandersetzung mit dem Konzept der Heteronormativität.

Hervorgegangen aus Heteronormativität und Homosexualitäten - Forschung in Anknüpfung an Michael Pollak, Tagung an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, 9. - 11. November 2006

Mehr:


Tagungsband

Der Sammelband „Heteronormativität und Homosexualitäten“ ist als Folgeprojekt der gleichnamigen Tagung, die in Kooperation des Institutes für Frauen- und Geschlechterforschung, des Institutes für Soziologie (beide JKU) und der HOSI Linz im November 2006 an der JKU veranstaltet wurde, entstanden. Die Beiträge des Sammelbandes werden von folgenden ReferentInnen der Tagung bereitgestellt, deren Vorträge inhaltlich und vom wissenschaftlichen Niveau her im Rahmen eines peer review Verfahrens als geeignet befunden und für die Publikation überarbeitet wurden.
Autorinnen und Beiträge:
  • Engel, Antke (DE): Gefeierte Vielfalt. Umstrittene Heterogenität. Unbenannte Provokation.
  • Langer, Phil C. (DE): Paradoxes Begehren. Zur Bedeutung heteronormativer Männlichkeitsbilder in der Psychodynamik einer HIV-Infektion
  • Pechriggl, Alice (A): Psychoanalytisch-naturrechtliche Heteronormativität versus politische Normsetzung
  • Treiblmayr, Christoph (A): Männliche Homosexualitäten im deutschen und britischen Kinofilm 1990 – 2000
  • Klapeer, Christine (A): Eine Politik des „guten Lebens“ oder der Egalisierung von Partizipationsbedingungen? Demokratietheoretische Überlegungen zu Fragen der Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Rekurs auf Nancy Frasers Gerechtigkeitsvorstellungen
  • Mesquita, Sushila (A): Heteronormativität und Sichtbarkeit
Leserschaft:
Der Sammelband ist mit einer Einleitung der HerausgeberInnen versehen und soll als Einführungsband für Studierende speziell in der Lehre an der JKU Verwendung finden. Derzeit gibt es zu den behandelten Themenbereichen keine geeignete einführende Literatur.

Eine weitere Zielgruppe der Publikation sind Personen – nicht zuletzt aus der Homosexuellenszene-, die sich in die wissenschaftliche Debatte zu Themen der Heteronormativität und Homosexualitäten einlesen möchten.
HerausgeberInnen:
  • Rainer Bartel (a. Univ.-Prof. Dr., Ökonom, JKU Linz, HOSI Linz)
  • Waltraud Finster (Ass.-Prof.in Dr.in, Soziologin, Uni Innsbruck, JKU Linz)
  • Ilona Horwath (Mag.a, Soziologin, JKU Linz)
  • Maria Mesner (Univ.-Prof.in Dr.in, Zeithistorikerin, Uni Wien)
  • Erik Pfefferkorn (Mag., Sozialwirt, Linz)
  • Meinrad Ziegler (a. Univ.-Prof. Dr., Soziologe, JKU Linz)
Das Werk erschien im Studienverlag (Innsbruck/Wien) in der sozialwissenschaftlichen Schriftenreihe „transblick“
Studienband:
Heteronormativität und Homosexualitäten,
Hrg von Rainer Bartel, Ilona Horwath, Waltraud Kannonier-Finster, Maria Mesner, Erik Pfefferkorn, Meinrad Ziegler.
Studienverlag Innsbruck/Wien GmbH, Reihe transblick der Michael Gaismair-Gesellschaft, Band: 3, 160 Seiten, kartoniert, ISBN13: 9783706545297, ISBN: 3-7065-4529-2., EUR 14.90 / CHF 27.50.
Konzept der Heteronormativität:
Heteronormativität ist ein äußerst wirksames soziales Konzept. Es strukturiert die soziale Wirklichkeit auf zwei Ebenen:
Erstens teilt es die Menschen in zwei - vorgeblich - körperlich und sozial eindeutig voneinander unterschiedene Geschlechter und stellt dadurch eine Ordnung im Hinblick auf Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen her. Zugleich werden alle anderen, nichtheterosexuellen Formen des Lebens und Begehrens ausgrenzt.
Zweitens wird dadurch Heterosexualität als umfassendes gesellschaftliches Ordnungssystem etabliert, welches das Zusammenleben der Menschen auch jenseits der Sexualität strukturiert. Das Prinzip der Heteronormativität ist in die gesellschaftliche Arbeitsteilung, in die Institution der Familie, in die herrschenden Geschlechterverhältnisse und Geschlechterbeziehungen und in deren Vorstellungswelt eingeschrieben. Die Beiträge in diesem Band stehen in kritischer Auseinandersetzung mit dem Konzept der Heteronormativität. Sie beschäftigen sich aus unterschiedlichsten Positionen mit vielfältigen Szenen nicht-heterosexueller Lebensformen und diskutieren die befreiende, aber ebenso die einschränkende Wirkung von sexuellen Identitätskonstruktionen und -politiken.