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Menschenrechtstag 2009 Drucken E-Mail
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Zum internationalen Menschenrechtstag 2009, in
Zürich: Kundgebung Bürkliplatz Zürich, 10. Dezember 2009, 18:00

"Vielfalt wahren – Diskriminierung stoppen", Medienmitteilung von LOS, PinkCross und Queeramnesty

Aufruf Kundgebung Bürkliplatz Zürich, 10. Dezember 2009, 18:00 Zum Internationalen Tag der Menschenrechte finden weltweit Aktionen statt. Gerade in der Schweiz von und mit Amnesty International in mehren Städten, besonders auch im Zeichen der Solidarität mit der muslimischen Bevölkerung.
Aufruf Kundgebung Bürkliplatz Zürich, 10. Dezember 2009

Flyer Kundgebung Bürkliplatz Zürich, 10. Dezember 2009
NB: Selbstverständlich treten auch RednerINNEN auf und der Anlass kennt MitorganisagtorINNEN :D

"Vielfalt wahren – Diskriminierung stoppen"
Medienmitteilung von LOS, PinkCross und Queeramnesty:



Medienmitteilung zum internationalen Tag der Menschenrechte von LOS, PinkCross und Queeramnesty

Vielfalt wahren – Diskriminierung stoppen, Donnerstag, 10. Dezember 2009

Die grösste Errungenschaft unserer Geschichte feiert am 10. Dezember ihr 61-jähriges Bestehen. Es ist an der Zeit, die Allgemeine Menschenrechtserklärung auch umzusetzen – auch für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT).

Die Lesbenorganisation Schweiz LOS, die Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS und Queeramnesty kämpfen für die Einhaltung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT).

Obwohl die Allgemeine Menschenrechtserklärung von beinahe allen Staaten unterzeichnet wurde und universell für alle Menschen gleich gilt, wird sie von vielen Staaten noch immer nicht respektiert. Sexuelle Minderheiten werden diskriminiert oder in manchen Staaten gar mit dem Tod oder einer Gefängnisstrafe bedroht.

Dieses Jahr steht der Menschenrechtstag unter dem Gedanken «Vielfalt wahren – Diskriminierung stoppen» Für uns ist dies ein Aufruf Solidarität zu zeigen und gegen jede Art von Diskriminierung einzuschreiten.
  • Wir akzeptieren nicht, dass in 70 Ländern Haftstrafen auf homosexuelle Handlungen stehen.
  • Wir protestieren gegen die Folter und die Todesstrafe an LGBT, wie sie in vielen arabischen & afrikanischen Ländern noch immer praktiziert wird.
  • Polizeiliche Übergriffe auf LGBT wie es sie beispielsweise in der Türkei oder Honduras gab verurteilen wir auf das schärfste.
  • Auch in mittel- und osteuropäischen Ländern wie z.B. in Russland muss die Durchführung einer Pride gewaltfrei möglich sein.
Es ist erschreckend, dass selbst heute immer wieder homophobe Gesetze in Parlamenten diskutiert werden und teilweise sogar Mehrheiten finden.

Wir möchten an Uganda erinnern wo derzeit ein klar homophober Gesetzesentwurf diskutiert wird. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und deren Rechtsvertreter werden darin mit einer Haft oder der Todesstrafe geahndet.

Auch die Schweiz ist für bedrohte LGBT kein Zufluchtsort. Homosexualität im stillen Kämmerchen sei nicht gefährlich, auch wenn bei deren Entdeckung die Todesstrafe droht. Diese Meinung vertritt das Bundesamt für Migration in negativen Asylentscheiden bei homosexuellen Flüchtlingen aus dem Iran.

LOS, Pink Cross & Queeramnesty rufen alle dazu auf nicht länger tatenlos zuzusehen. Wir müssen gemeinsam Solidarität zeigen und Diskriminierungen gezielt ablehnen. Und wir erwarten, dass die Schweiz als Depositärstaat der Menschenrechte Verantwortung übernimmt.

Für weitere Informationen stehen zur Verfügung:
Anita Wymann, Lesbenorganisation Schweiz LOS: Tel. ---
Tobias Mäder, Queeramnesty: Tel. ---
Uwe Splittdorf, PINK CROSS: Tel. ---