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Uganda, Urgent Action gegen das Zwangsouting Drucken E-Mail
Samstag, 30. September 2006

Uganda: Urgent Action gegen das Zwangsouting (September 2006)

Bitte Ausdrucken, unterschreiben und einsenden (PDF):
Uganda: Schwere Gefährdung von Lesben und Schwulen.
Urgent Action gegen Repression wie Zwangsouting Am 8. September 2006 veröffentlichte die ugandische Zeitung „Red Pepper“ eine Liste mit den Namen von Frauen, die lesbisch sein sollen. Da Homosexualität in Uganda verboten ist, befürchtet Amnesty International, derartige Behauptungen könnte die Frauen in Gefahr bringen. Die Leser werden zu weiteren Denunziationen aufgefufen.

>>Urgent Action Uganda (PDF E/D) bitte ausdrucken und unterschreiben!

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More Information  
about uganda Gay, Lesbian and Transgender
from AFROL - African News Agency >>More about Uganda Gay, Lesbian and Transgender
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about Hate against Gay,
Lesbian and Transgender in Muslim Countries
from AFROL - African News Agency >>Holy hatred: Homosexuality in Muslim countries
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NB: Viele Punkte treffen auch auf das CHRISTLICHE Uganda zu - erstaunlich?!

Musterbrief auf Deutsch:



Mr. Makubuya Kiddu
Minister of Justice
Parliament Building
Po Box 7183
Kampala Uganda

Sehr geehrter Herr Minister,

Am 8. September 2006 veröffentlichte die ugandische Zeitung „Red Pepper“ eine Liste mit den Namen von 13 Frauen, die lesbisch sein sollen. In Uganda ist Homosexualität ein Straftatbestand, so dass Amnesty International befürchtet, eine derartige Behauptung könnte die Frauen in Gefahr bringen. In dem Artikel wurden die Leser aufgefordert, weitere Frauen zu benennen, die sie für lesbisch halten, um das Land von dieser „Todsünde“ zu befreien.

Dies ist bereits der dritte Artikel in den vergangenen Wochen, in denen „Red Pepper“ offen homosexuelle Männer und Frauen, Bisexuelle und Transsexuelle drangsaliert. Am 8. August 2006 hatte die Zeitung eine ähnliche Liste mit den Namen mutmaßlicher homosexueller Männer veröffentlicht. Am 7. September 2006 erschien in „Red Pepper“ der Name und ein Foto eines Mannes, nach dem die Polizei wegen „homosexueller Aktivitäten“ fahnde. Nach der Veröffentlichung der Namensliste vom 8. August 2006 erhielt Amnesty International mehrere Meldungen über die Drangsalierung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen, die in dem Beitrag genannt worden waren. Einige der Betroffenen gaben an, von Kollegen schikaniert worden zu sein, andere wurden von ihren Familienangehörigen verstossen.

Amnesty International hat in einer öffentlichen Stellungnahme vom 29. August 2006 die Veröffentlichung des Artikels scharf verurteilt. Durch das fortgesetzte Vorgehen der Zeitung gegen sexuelle Minderheiten sind Angehörige dieser Gruppen in grosser Gefahr, Diskriminierungen und Gewalttaten sowohl durch Einzelpersonen als auch durch Behörden ausgesetzt zu werden.

Die Namensnennung mutmasslicher Homosexueller gehört zu einem Muster an Verstössen gegen die Rechte sexueller Minderheiten in Uganda. Die im ugandischen Strafgesetzbuch festgeschriebene Kriminalisierung der Homosexualität bietet nach Auffassung von Amnesty International die legale Rechtfertigung für Verstösse gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. Amnesty International hat einige dieser Verstöße dokumentiert. Wir sind in Sorge, dass das fortgesetzte Vorgehen der Zeitung gegen sexuelle Minderheiten diese Personengruppe gefährdet. Wir fordern Sie auf , alle Berichte über Angriffe gegen Homosexuelle oder vermeintliche Homosexuelle zu untersuchen. Die Anstiftung zu Diskriminierung, Feindseligkeit und Gewalt gegen Lesben und Schwule ist auf Grund internationaler Standards unzulässig: Dazu gehört der Internationale Pakt über bürgerlicher und politischer Rechte (ICCPR), zu dessen Vertragsstaaten Uganda gehört.