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Urgent Action - Baltic Pride in Riga in Gefahr. SOFORT reagieren Drucken E-Mail
Donnerstag, 14. Mai 2009
Protest war erfolgreich: Freitag NA wurde die Durchführung erlaubt. KEINE Mails mehr senden.

Unsere Freunde von Mozaika in Riga erlitten am 13. Mai einen herben Rückschlag: Die Durchführung des Pride-Umzuges am Samstag in Riga stand in akuter Gefahr. Über Jahre wurde die Partnerschaft mit den Baltischen LGBT-Gruppen aufgebaut, so dass schon vor einem Jahr viele UntersützerInnen von Amnestygruppen nach Riga reisten. Für dieses Wochenende vom 15. bis zum 17. Mai reisen über 70 AktivistInnen aus 23 Amnesty Sektionen aus ganz Europa nach Riga.

Nun mussten wir sofort mit Druck auf die Behörden in Lettland reagieren, um die geordnete Durchführung der Baltischen Pride sicher zu stellen.

Mehr zur diesjährigen Gesamtbaltischen Pride in Riga.

News Amnesty/EP'09:
14. Mai 2009: Baltic Pride march banned in Latvia (Engisch)
14. Mai 2009: EuroPride 09 verurteilt Verbot von Baltic Pride in Riga
15. Mai 2009: Baltic Pride march gets green light in Latvia (Engisch)
15. Mai 2009: "Baltic Pride" kann doch stattfinden (Deutsch)

Brief an den Lettischen Premierminister Valdis Dombrovskis
nicht mehr absenden.
und Medienmitteilung Europride'09:




Mail an Lettischen Premierminister - Medienmitteilung Europride'09

Valdis Dombrovskis
Prime Minister
Brivibas Boulevard 36,
Riga, LV-1520
Fax: +371 67280469
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.mk.gov.lv/en/send/?page=1251


Dear Prime Minister,

I am writing to express Amnesty International's concerns over the decision of the Riga City Council (RCC) to revoke permission to the Baltic Pride march, scheduled to take place in Riga on 16 May 2009. The march is being organised by the Latvian NGO Mozaika together with three other lesbian, gay, bisexual and transgender organisations from the Baltic region. Over 70 Amnesty International activists from 23 European countries are intending to travel to Riga to participate in the march and related events.

The proposed Baltic Pride march was authorised by the RCC's Commission on Meetings, Marches and Demonstrations on 8 May, following a series of agreements between the organisers, the City Council and the police on the march's venue and the necessary security arrangements.

On 13 May, however, 34 of the 60 RCC Councillors sent an open letter to the RCC's Executive Director, Andris Grinbergs, calling on him to revoke the decision of 8 May, on the grounds that the march was offensive to public decency and posed a threat to public security. The RCC then effectevely overruled the decision of the Commission on Meetings, Marches and Demonstrations in a special vote on the matter.

The banning of the Baltic Pride Event violates the rights to freedom of expression, peaceful assembly and non-discrimination as set out in several international human rights conventions to which Latvia is party.

According to international human rights law, freedom of expression, peaceful assembly and association should not be restricted or prohibited simply on the grounds that something might shock, offend or disturb. Therefore, a peaceful assembly may not be restricted merely on the grounds that it might offend an individual or group. Moreover, states have an obligation to protect the right to peaceful assembly even if a peaceful gathering may attract violent counter-demonstrations.

Amnesty International therefore calls on the Latvian authorities to ensure that the Baltic Pride event is allowed to take place under the originally agreed conditions and that the necessary security arrangements are in place to allow for the peaceful celebration of the rights and dignity of lesbian, gay, bisexual and transgender people in the Baltic countries and across Europe.

Yours sincerely ...

Kopie an:
Honorarkonsul der Republik Lettland
Ragnar Granelli
Münsterhof 13
8001 Zürich ZH
Tel: +41 44 215 16 10
Fax: +41 44 221 04 39
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. (Mrs Heller +41 44 215 16 34)


und an:
Missions permanentes de la République Lettonie
auprès des organisations internationales
rue de Lausanne 137
Case postale
1211 Genève 20.
Tel: +41 22 738 51 11
Fax: +41 22 738 51 71





Mail an Lettischen Premierminister - Medienmitteilung Europride'09

Eilmeldung zum Verbot der Baltic Pride in Riga

EuroPride 09 verurteilt Verbot von Baltic Pride in Riga

Zürich, 14. Mai 2009 – Die Organisatorinnen und Organisatoren der EuroPride 09 verurteilen den heutigen Entscheid des Stadtrates von Riga, der am Samstag, 16. Juni stattfindenden Baltic Pride die bereits erteilte Bewilligung zu entziehen. Gemeinsam mit Amnesty International fordern sie die lettischen Behörden auf, das skandalöse Verbot rückgängig zu machen. Der Präsident der European Pride Organisers Association (EPOA) und Vorstandsmitglied der EuroPride 09, Mark Frederick Chapman wird dennoch morgen Freitag nach Riga reisen und den Teilnehmenden und Organisatoren den Support der Schweizer und Europäischen Gay-Community auszusprechen.


Die jährlich stattfindende Baltic Pride gilt als eine der unberechenbarsten Europas, weil es am Rande des Marsches immer wieder zu homophober Gewalt kommt. So wurden in der Vergangenheit Aktivistinnen und Aktivisten aus den baltischen Staaten und ganz Europa massiv bedroht, mit Gegenständen und Fäkalien beworfen und angegriffen. Amnesty International auch dieses Jahr mit Aktivisten aus der Schweiz und 22 weiteren europäischen Ländern vor Ort sein, um auf die unhaltbaren Angriffe gegen verbriefte Menschenrechte aufmerksam zu machen. Lettland gehört zu den 66 Staaten, die vergangenes Jahr eine UNO-Erklärung unterzeichnet hatten, welche den Schutz gegen Diskriminierung auf Grund sexueller Identität zu den Menschenrechten zählt.

Europride-09-Vorstandsmitglied Mark Frederick Chapman, gleichzeitig Präsident des europäischen Dachverbandes EPOA wird dennoch wie geplant nach Riga reisen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Baltic Pride die Unterstützung der Europäischen Schwulen und Lesben zu übermitteln. Begleitet wird er unter anderem von einem Kamerateam des Projekts europride.tv der Zürcher Hochschule der Künste.

Der Verein EuroPride fordert den Schweizerischen Bundesrat sowie Politikerinnen und Politiker der Schweiz auf, bei der Lettischen Regierung gegen den menschenrechtswidrigen Entscheid zu intervenieren.

Für Rückfragen:
Daniel Graf
Mediensprecher Amnesty Schweiz
079 379 80 37

Mark Frederick Chapman,
President European Pride Organisers Association,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
+41 79 437 68 09