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Saudi Arabien: 7000 Peitschenhiebe für homosexuelle Männer in al-Baha (November 2007,
UA-273)
Von einem Gericht in al-Baha im Südwesten von Saudi Arabien
sind zwei Männer wegen sexuellen Kontakten zu 7000 Peitschenhieben verurteilt worden.
Ein Teil des Urteils ist offenbar schon vollstreckt. Die Verabreichung der m Peitschenhiebe
ist in Etappen bis zur vollständigen Vollstreckung der Urteile vorgesehen.
Die Bestrafung dieser Männer ist Folter. Amnesty International erklärt Männer, die allein
wegen ihrer sexuellen Orientierung gefangen gehalten werden, für Gewissensgefangene.
Wir rufen die Behörden auch dazu auf, alle Auspeitschungen sofort einzustellen, weil
körperliche Strafen eine brutale, inhumane und erniedrigende Bestrafung darstellen. Sie
verletzen Saudi Arabiens Verpflichtungen als Vertragsstaat der Konvention gegen Folter und
andere brutale, inhumane und erniedrige Behandlungen oder Bestrafungen (CAT) und verletzen
Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Niemand soll Folter oder brutalen,
inhumanen und erniedrigenden Behandlungen oder Strafen unterliegen.
>>Urgent Action Saudi
Arbabien (PDF E/D),
Petition an den Justizmister Dr Abdullah bin Muhammad bin Ibrahim Al-Sheikh. Bitte
ausdrucken und unterschreiben!
Mehr Information
>> zur Prügelstrafe für
Homosexuelle in Saudi Arabien von Amnesty International Deutschland
Musterbrief auf Egnlisch und Deutsch:
Petition an den Justizmister Dr Abdullah bin Muhammad bin Ibrahim Al-Sheikh. (November 2007,
UA-273)
His Excellency Dr Abdullah bin
Muhammad bin Ibrahim Al-Sheikh
Minister of Justice
Ministry of Justice
University Street
Riyadh 11137
Kingdom of Saudi Arabia
Fax: + 966 1 401 1741
Your Excellency,
Amnesty International has received reports that two men have been sentenced by a court in al-Baha
in south-western Saudi Arabia to 7,000 lashes each for sexual intercourse. A third man was said to
have been sentenced to 450 lashes for drug related offences by the same court.
The three men, whose names have not been made public, are reported to have received part of their
sentence and have been subjected to flogging. The men continue to be at imminent risk of further
flogging, possibly in stages, to complete their sentences.
The punishment of these men constitutes torture. Amnesty International considers those imprisoned
solely for their sexual orientation to be prisoners of conscience.
We express grave concern at the reports concerning those men and call for the sentences to be
commuted regardless of the offence for which they have been handed down.
Furthermore, we express concern that two men appear to have been punished solely for their sexual
orientation, which would make them prisoners of conscience. We then call for their immediate and
unconditional release.
Finally, we call on the authorities to halt all floggings immediately, as the use of corporal punishment
constitutes cruel, inhuman and degrading punishment, in violation of Saudi Arabia's obligations as a
state party to CAT and Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights, which states: ''No one
shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment or punishment".
Yours sincerely,
Übersetzung
Ihre Hoheit,
Amnesty International hat Berichte erhalten, nach denen zwei Männer von einem Gericht in al-Baha
im Südwesten von Saudi Arabien wegen sexuellen Kontakten zu 7000 Peitschenhieben verurteilt
wurden. Ein dritter Mann soll vom gleichen Gericht wegen Drogenvergehen zu450 Peitschenhieben
verurteilt worden sein.
Ein Teil des Urteils soll schon an den drei Männern vollstreckt worden sein, in dem sie einen Teil der
Peitschenhiebe erhalten haben. Sie riskieren jederzeit, weitere Peitschenhiebe zu erhalten,
möglicherweise in Etappen bis zur vollständigen Vollstreckung der Urteile.
Die Bestrafung dieser Männer ist Folter. Amnesty International erklärt Männer, die allein wegen ihrer
sexuellen Orientierung gefangen gehalten werden, für Gewissensgefangene.
Wir drücken unsere Beunruhigung über diese Berichte aus und rufen Sie dazu auf, diese Urteile
umzuwandeln, unabhängig vom Straftatbestand.
Zudem sind wir auch beunruhigt, weil zwei Männer nur wegen ihrer sexuellen Orientierung bestraft
worden seien, was sie zu Gewissensgefangenen machen würde. In diesem Fall rufen wir dazu auf,
die Männer sofort und bedingungslos frei zu lassen.
Schliesslich rufen wir die Behörden dazu auf, alle Auspeitschungen sofort einzustellen, weil
körperliche Strafen eine brutale, inhumane und erniedrigende Bestrafung darstellen. Sie verletzen
Saudi Arabiens Verpflichtungen als Vertragsstaat der Konvention gegen Folter und andere brutale,
inhumane und erniedrige Behandlungen oder Bestrafungen (CAT). Zudem verletzen sie Artikel 5 der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Niemand soll Folter oder brutalen, inhumanen und
erniedrigenden Behandlungen oder Strafen unterliegen.
Mit freundlichen Grüssen
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